Wie der Flughafen Memmingen eine Erfolgsgeschichte schrieb und warum er nun zu den Top Ten in Deutschland zählt
Das Thema ruft nach der Metaphern-Kiste: Steig-, Sink- und Höhenflug, Bruch- oder Bauchlandung, auch mal Take-off, Tief- flieger oder Punktlandung. Die Wortspiele sind schnell gefun- den – das Sujet Fliegen beflügelt. In der rund 3.200 Einwohner zählenden Gemeinde Memmingerberg sitzt einer in seinem Büro, der die Sache etwas nüchterner sieht. „2024 war wieder ein Jahr der Herausforderung“, sagt Allgäu Airport-Geschäftsführer Ralf Schmid und deutet auf das nahe Flugfeld, wo sich gerade eine Boeing auf den Weg nach Dublin macht. Herausforderung? In der ersten Pressemitteilung des neuen Jahres las sich das noch etwas anders: „Der Flughafen Memmingen blickt auf das erfolgreichste Jahr seiner Geschichte zurück. Denn noch nie flogen so viele Menschen von und nach Memmingen wie im abgelaufenen Jahr.“ Insgesamt zählte man vor den Toren Memmingens 3.242.090 Passagiere, was einer Steigerung von 14,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entsprach.
IN DEN TOP TEN DER DEUTSCHEN AIRPORTS
Zahlen lügen selten. Der Flughafen Memmingen, am 28. Juni 2007 als Allgäu Airport in die zivile Luftfahrt gestartet, rangiert mittlerweile auf Nummer zehn der deutschen Verkehrsflughäfen und verzeichnet jährlich zweistellige Wachstumsraten. 2024 hätte es noch weit mehr werden können – wären da nicht gewisse Probleme aufgetaucht bei den beiden großen Fluggesellschaften, die zu den Erfolgsgaranten des Flughafens zählen: Bei Ryanair stockte der Nachschub an neuen Flugzeugen, da der Hersteller Boeing mit der Lieferung säumig war. Wizz Air, der aus Ungarn stammende Billigflieger mit dem Schwerpunkt Osteuropa, musste aufgrund von Triebwerksproblemen etliche Maschinen am Boden zur Wartung belassen. „Das hat uns im letzten Jahr eine kleine Verschnaufpause beschert“, erzählt Schmid. Airlines in Turbu- lenzen? Was andere Flughafen-Chefs zittern lässt – man schaue nur auf den unweit entfernten Airport in Friedrichshafen, der von einer Krise in die nächste schlittert – sorgt in Memmingen für Aufatmen und Erleichterung.
Denn die Erfolgsspur, auf der sich FMM, so das internationale Kürzel von Deutschlands höchstgelegenem Verkehrsflughafen, bewegt, zeigt auch einige Bremsspuren.



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